Straßenverkehr in Asien

Verkehrsregeln ist hier oft ein offener Begriff. Besondere Länder - besondere Regeln im Straßenverkehr.

Straßenverkehr Asien
Straßenverkehr in Asien

Wir als Europäer sind, was den Straßenverkehr angeht, ziemlich verwöhnt. Wenn die Ampel rot ist, bleiben die Meisten stehen und man kann sich ohne Ganzkörper-Panzer auch als Fußgänger auf die Straße trauen, ohne um sein Leben zu bangen. In asiatischen Ländern wie Kambodscha, Thailand oder Vietnam sieht das hingegen ganz anders aus: Hier regiert das Chaos auf den Straßen – und ist doch erstaunlich geregelt.

 

Und natürlich gibt es auch in Asien Länder, die vom Verkehr her eher an Europa erinnern: Zwei davon sind zum Beispiel Malaysia und Singapur. In beiden Ländern halten sich die Verkehrsteilnehmer (einigermaßen) an die Regeln und halten sogar an roten Ampeln an. In Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, gibt es sogar Blitzer an den Straßenampeln – und sie funktionieren auch noch! 

„Verkehrsteilnehmer“ ist ein weitgefasster Begriff in Asien

Grundsätzlich gilt: In Asien ist alles ein Verkehrsteilnehmer, was sich bewegen kann. Autos, Busse, Lastwagen – hört sich an, wie in Europa? Gut, und jetzt zählen wir noch das Hauptfortbewegungsmittel der Asiaten dazu: die Motorräder. Und auf denen sitzt meist nicht nur ein Fahrer, sondern gleich mehrere. Die Devise scheint zu lauten: Was bewegt werden muss, passt auf ein Motorrad. Vom Kühlschrank bis hin zum quiekenden Schwein, von der Familie mit 6 Personen bis hin zu kompletten Garküchen (die sogar im Fahren verkaufen!) kann einem auf dem Motorrad alles begegnen, was man sich nur vorstellen kann!

Und dann gehören natürlich auch noch die Fahrräder, Tuk-Tuks, selbst gebastelten Kutschen und, last but not least, die Fußgänger und freilaufende Tiere dazu, die sich ihren Weg auf Asiens Straßen bahnen. 

Ein Blick auf die verschiedenen Länder

Auch wenn das allgemeine Motto für den Straßenverkehr in Asien „Chaos“ zu sein scheint, so gibt es doch noch Unterschiede in den verschiedenen Ländern. So gilt zum Beispiel in Kambodscha der uns wohlbekannte Rechtsverkehr, während man beim Nachbarn Thailand links fährt.

Als besonderes „Sorgenkind“, was den Straßenverkehr angeht, ist Vietnam. Hier stehen manchmal an einer belebten Kreuzung über 500 Rollerfahrer, sodass das Überqueren der Straße für Fußgänger zu einer echten Mutprobe wird. Vor allem für Saigon oder Hanoi gilt: „Sag mal, wie bist du eigentlich auf die andere Straßenseite gekommen?“ – „Ich bin da geboren worden“.

 

Auch die Hauptstadt Thailands Bangkok gilt als ein heißes Eisen für Autofahrer und für Touristen sollte immer gelten: wenn es geht, meidet es, in die Innenstadt zu fahren. 

Mit einem Klick auf diese Karte, erwaten Sie einige bekannte Reiseblogger, die ihre persönlichen Erfahrungen im Straßenverkehr weltweit mitteilen möchten:

Die kuriosesten Verkehrserfahrungen der Welt
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Tipps für Urlauber im Straßenverkehr Thailands

Das alles hört sich an, wie aus den Albträumen eines jeden Reisenden – aber wer schon mal länger als eine Woche in einem asiatischen Land war, sagt meist aus, dass man sich schnell an den chaotischen Verkehr gewöhnt. Einige Tipps dafür:

 

  • Wenn man als Fußgänger die Straße überqueren will, gilt: Festen Punkt auf der anderen Straßenseite suchen, fixieren und los geht’s! Wichtig dabei ist, dass man in gleichbleibendem Tempo immer weitergeht und auf keinen Fall stehen bleibt oder gar umdreht! Die Motorradfahrer werden einen dann ganz einfach „umschlängeln“. Nur Mut!
  • Fährt man selbst ein Vehikel, sollte man sich tatsächlich nur darauf konzentrieren, was vor einem geschieht. Das geht sogar soweit, dass mancher Europäer sich die Seitenspiegel abmontiert, um nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen. Alles, was hinter einem passiert, ist egal, also immer schön stur nach vorne sehen!
  • Asiaten gelten generell als sehr freundlich und entspannt. Deshalb ist das häufige Hupen und Rufen auch kein Ausdruck von Aggressivität, sondern vielmehr ein freundliches „Achtung! Hier komme ich“ und sollte auch unbedingt auch so aufgefasst werden.
  • Wird man von der Polizei angehalten, lohnt es sich nur in den wenigsten Fällen, mit den Beamten diskutieren zu wollen. Wenn man sich seines Verschuldens bewusst ist, also, einfach die Strafe zahlen und fertig!